Hansestadt - Demmin

Demmin
Copyright: Wittenberg-Information / Fotograf: Peter Kühn

Die Hansestadt Demmin in Mecklenburg-Vorpommern hat etwa 12.000 Einwohner. Sie liegt gut 50 km südlich von Stralsund und gleich an drei Flüssen, und zwar an Peene, Tollense und Trebel. Nicht zu übersehen ist in Demmin die St. Bartholomaei-Kirche mit ihrem 96 m hohen Turm.

Wann genau die Stadt gegründet wurde ist nicht überliefert, man geht aber davon aus, dass im Zuge der Verbreitung der sogenannten Bandkeramiker, eine agrarwirtschaftlich fokussiertes, prägermanisches Nomadenvolk, etwa 5000 v. Chr. auch die Gegend des "Dreistromlands" (benannt nach Peene, Trollense und Trebel) besiedelt wurde. Die ersten germanischen Völker sollen hier etwa 1800 v. Chr. aufgetaucht sein. Laut einer mittelalterlichen Sage stammt der Name der Stadt von einem Haus, das von zwei Prinzessinnen bewohnt wurde, die ihr kleines Schloss als "din und min" (dein und mein) bezeichneten. Später hat sich daraus der heute gebräuchliche Name "Demmin" entwickelt.

Die historisch relevanten Gebäude der Stadt entstammen hauptsächlich der Gotik und Neogotik. Dies gilt sowohl für die St. Bartholomaei-Kirche als auch für die später erbaute Maria Rosenkranzkönigin. Weitgehend erhalten ist zudem das Luisentor. Hier erkennt man besonders zur Stadtseite die einzelnen Teile der Backsteingotik, die oberhalb des Mauerwerks aus Granitfindlingen etwa am Ende des Bogengangs beginnt. Ein weiteres Wahrzeichen der Stadt ist das eigentliche außerhalb gelegene Haus Demmin, das möglicherweise für die Namensgebung verantwortlich ist. Heute ist die Wasserburg jedoch nicht mehr als eine Ruine.

Besonders vom 16. bis zum 18. Jahrhundert, als Demmin zu den bedeutenden Hansestädten gehörte, wurden viele wichtige Persönlichkeiten als Söhne oder Töchter der Stadt bezeichnet. Unter ihnen ist beispielsweise Heinrich Carl von Schimmelmann, Gründer der Grafschaft von Schimmelmann und deutsch-dänischer Kaufmann, der seinen Ruf jedoch nicht wegen seines besonderen Handelstalents, sondern wegen seiner außerordentlich großen Sklavenschaft erlangte. Bis zu 1000 Sklaven sollen täglich für ihn gearbeitet haben. Ein weiterer bedeutender Sohn der Stadt ist der Pathologe Julius Friedrich Cohnheim. Dieser konnte dank der Intravitalmikroskopie die Migration von Leukozyten durch Gefäßwände belegen und so den Beweis für die Leukodiapedese erbringen.

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