Hansestadt - Salzwedel

Salzwedel

Die Hansestadt Salzwedel in Sachsen-Anhalt hat etwa 24.000 Einwohner. Die Stadt liegt an der Jeetze und etwa 60 km nordöstlich von Wolfsburg. Zu den Sehenswürdigkeiten von Salzwedel zählen die vielen Fachwerkhäuser der Altstadt, die alten Stadttore und der begehbare Stadtturm.

Ja, auch Salzwedel gehört in den erlauchten Kreis der deutschen Hansestädte, allerdings erst (wieder) seit dem 01.04.2008, obwohl sich Salzwedel im nordwestlichen Sachsen-Anhalt schon recht weit entfernt von Nord- und Ostsee befindet. Heute ist Salzwedel mit mehr als 25.000 Einwohner die Kreisstadt des Altmarkkreises Salzwedel. Sie liegt zugleich an der "Straße der Romantik" und an der "Deutschen Fachwerkstraße".

Eine Siedlung in unmittelbarer Nachbarschaft der Burg Salzwedel ist seit dem Jahr 800 bekannt. Dort entlang bei "Soltwidele" führte eine alte Salzstraße mit einer Furt durch den kleinen Fluss Jeetze. Eine erste urkundliche Erwähnung der Burg stammt aus dem Jahre 1112. Mitglied der Hanse war Salzwedel zunächst nur in dem begrenzten Zeitraum von 1263 bis 1518. Die Alt- und Neustadt wurden erst im Jahre 1713 offiziell vereinigt.

Ab 1942 wurde das Gelände einer Düngemittelfabrik an der Gardelegener Straße zu einem Lager für Zwangsarbeiter umfunktioniert. Später gegen Kriegsende diente es noch als Frauenlager des KZ Neuengamme. Profitiert hatte davon die Draht- und Metallfabrik Salzwedel, in der u.a. Munition hergestellt wurde. Das war eine Tochterfirma der Polte-Werke in Magdeburg. Darüber hinaus betrieb die Gestapo in Salzwedel auch noch ein Zwangsarbeiterlager für Halbjuden. Im Februar 1945 wurde der gesamte Bahnhofsbereich durch einen Bombenangriff zerstört. Dafür blieb aber die mittelalterliche Altstadt recht gut erhalten, da sie kein bevorzugtes Ziel der Bomber darstellte.

Während der dann folgenden DDR-Zeit war aber Denkmalschtz kein großes Thema, und in der Folge verfielen viele der schönen, alten Häuser. Von 1971 bis 1986 war in Salzwedel die Hubschrauberstaffel Nr. 16 der Fliegerkräfte der DDR-Grenztruppen stationiert.

Die Sehenswürdigkeiten sind:

  • die Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern
  • Stadttore (Lüchower Tor, die Reste des Wassertors, Neuperver Tor, Steintor und Sadtbefestigungen)
  • die Reste der Burg Salzwedel mit Burgturm und Burggarten
  • das Rathaus ist ein ehemaliges Franziskanerkloster
  • das Amtsgericht ist das ehemalige Rathaus der Altstadt
  • die romanischen und gotischen Backsteinkirchen St. Marien, St. Katharinen, Mönchskirche, St. Lorenz, St.-Gertrauden-Kapelle
  • das Kloster Dambeck (im gleichnamigen Ortsteil)
  • die Kirchen der eingemeindeter Dörfer: St. Georg und Heilig-Geist-Kirche (in Perver), die Dorfkirchen von Osterwohle und Dambeck
  • der Märchenpark
  • das Johann-Friedrich-Danneil-Museum ist die ehemalige Propstei
  • das Geburtshaus von Jenny Marx

Das Parkfestival ist ein Musikfestival, das regelmäßig im Zwei-Jahres-Rhythmus stattfindet. Viele tausend Besucher treffen dort jeweils auf nationale und internationale Bands und Musiker. Eines der größten Hard-Rock-Festivals in Sachsen-Anhalt ist seit 2006 das "Smack-Festival". Darüber hinaus erwähnenswerte regelmäßige Veranstaltungen sind die Salzwedeler Kneipennacht, der Dionysiusmarkt, die große Winter-Beach-Party und das Hansefest.

Aktuelle Veranstaltungen

Jürgen von der Lippe: Voll Fett - Neues Programm
(COMEDY)
GOTHA -> Gothaer Kulturhaus
11.09.2020

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